Yasushi Ueda, Chefentwickler

Wieso bringt Toyota den Corolla zurück?

Mit dem neuen Toyota Corolla kehrt der erfolgreichste Name der Kompaktklasse zurück. Wir sprechen mit dem Mann, der alles über den Corolla weiss: Chefentwickler Yasushi Ueda.

Ueda-san, 2006 wurde der Corolla in Europa zum Auris. Wieso zurück zu Corolla?
Yasushi Ueda: Der Hauptgrund ist, dass er jetzt wieder ein globales statt europäisches Modell ist. Aber damals schien uns Corolla altmodisch zu klingen. Am Genfer Salon im letzten Jahr haben wir viel diskutiert und entschieden: Wir stärken mit dem Namen Corolla wieder die 53-jährige Tradition des mit über 45 Millionen meistverkauften Modells der Welt.

Wie stellen Sie beim globalen neuen Corolla sicher, dass er die Europäer anspricht?
Fahrdynamisch haben wir den neuen Corolla auf Europa ausgerichtet, für andere Märkte passen wir die Abstimmung an. Früher stellten Kunden weltweit ganz unterschiedliche Erwartungen an ihr Fahrzeug, aber das gleicht sich heute zunehmend einander an.

Wieso differenzieren Sie die Hatchback-Variante und den Touring Sports so stark?
Unsere Kundenbefragungen haben gezeigt, dass sich die Käufer für beide Varianten einen dynamischen Auftritt wünschen – und die fahrspassorientiertere Auslegung ist gleich. Aber die Hatchback-Version tritt mit direkterer Rückmeldung und noch agilerem Fahrgefühl besonders dynamisch auf, währenddem der Touring Sports – für den das europäische Forschungs- und Entwicklungszentrums zuständig war – mit längerem Radstand gutes Handling mit mehr Komfort verbindet. Beide haben also ihre eigenen Persönlichkeiten.

Dem Auris wurde teilweise regional ein eher langweiliges Image unterstellt …
… und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das mit dem Corolla dank des dynamischen Stylings und des emotionalen Fahrvergnügens umkehren können! Unser Ausgangspunkt in der Entwicklung war die für den Corolla typische Grundlage, der er in der über 50-jährigen Geschichte stets treu geblieben ist: höchste Qualität, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit, kombiniert mit einem komfortablen Fahrerlebnis. In der Konzeptphase haben wir untersucht, welche neuen Elemente wir ihm mit auf den Weg geben können. Als unsere Hauptsäulen haben wir dann ein dynamisches Styling und emotionaleres Fahrvergnügen identifiziert.

Wie haben Sie das denn technisch umgesetzt?
Hier konnten wir uns auf die neue TNGA-Plattform verlassen, die der Corolla mit dem neuen Toyota Prius und dem C-HR teilt. Denn zu deren Vorzügen zählt, dass die Designer mehr Freiheit bei einem dynamischen Exterieurstyling bietet.

Wieso bieten Sie künftig zwei Hybridantriebe mit 122 oder 180 PS an?
Nach zwei Jahrzehnten Führungsrolle beim Hybridantrieb und über 13 Millionen verkauften Hybridfahrzeugen wollten wir in der zwölften Generation des Corolla speziell für Europa eine Variante für jene Kunden anbieten, die zwar sehr gerne Hybrid fahren würden, sich aber mehr Leistung wünschen. Jetzt haben wir einen Hybrid, der mit seinem sehr emotionalen Fahrerlebnis künftig auch diese Kunden überzeugen wird.

Ist man als Entwicklungschef eigentlich stolz auf sein Werk?
Während der Entwicklung durften mehrere Personen, die gar nicht zum Entwicklungsteam gehören, schon vorab den neuen Corolla fahren – zum Beispiel Journalisten. Alle hatten ein breites Lächeln im Gesicht. Diese Art Wertschätzung macht stolz. Die grösste Belohnung ist es aber, wenn die Kunden ihren Wagen geniessen und stolz auf ihren neuen Corolla sind.

Anmerkung: Interview ist zusammengesetzt aus Interviewpassagen in der Pressemappe und aus eigenen Gesprächsnotizen anlässlich der Corolla-Prä-Fahrpräsentation.

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